Am 22. Juni 2026 durften sich die 2. Klassen der Franziska-Obermayr-Schule Langquaid über ganz besondere Besucher freuen: Der Imkermeister Albert Köglmeier aus Paring besuchte die Schule. Zur Unterstützung begleiteten ihn seine Tochter Bianca Köglmeier und Sarah Schmidt, eine frühere Kollegin von Herrn Köglmeier im Walderlebniszentrum in Riegling (bei Sinzing), die das Freiwillige Ökologische Jahr dort absolviert hat. Mit im „Gepäck“ hatten sie tausende Bienen eines Bienenvolkes und auch drei kleine Bienenkästen, wie sie zur Aufzucht von Bienen-Königinnen verwendet werden.

Es war ein Schultag, der ganz im Zeichen der Bienen und der Imkerei stand. Zuerst erfuhren die Kinder Interessantes über Wildbienen sowie Honigbienen und deren Rolle bei der Bestäubung von Fruchtpflanzen, ihre Lebensweise, Bienenprodukte und die Geschichte der Haltung von Bienen durch den Menschen. Bereits vor über 6.000 Jahren haben die Ägypter Bienen als Nutztiere gehalten, das zeigten Funde von Honig und Hieroglyphen in ägyptischen Pyramiden. Herr Köglmeier berichtete, dass Honig sich viele, viele Jahre lang hält, wenn er richtig gelagert wird. Dazu überreichte er jedem Kind ein Bienen-Malbuch mit vielen Informationen über die Honigbienen und eine kleine Informations-Broschüre für die Hosentasche.
Danach durchlief jede Klasse drei Stationen. Imkermeister Albert Köglmeier ging mit den Kindern nach draußen in den Schulgarten, wohin das Bienenvolk und die Königinnen-Zucht-Völker schon vorab gebracht worden waren. Dort zeigte er den Kindern, wie die Bienen an den Waben hängen und arbeiten. Er erklärte die Bedeutung der Bienenkönigin für ihr Volk und markierte auch eine Königin. Das wird gemacht, damit sie schnell im Volk zu erkennen ist. Sie ist die wichtigste Biene, da sie als einzige Biene Eier legt und so für den Fortbestand ihres Volkes sorgt. Königinnen können 4 bis 5 Jahre alt werden, Arbeitsbienen leben im Winter höchstens 6 Monate lang – im Sommer nur etwa 4 bis 6 Wochen.

Mit Sarah Schmidt durften die Schülerinnen und Schüler aus Bienenwachsplatten selbst Kerzen drehen. Das war nicht ganz leicht, gelang aber schließlich allen Kindern, die stolz ihre Kerzen mit nach Hause nahmen.
Außerdem konnten die Kinder selbst Imker sein und zusammen mit Bianca Köglmeier Honig schleudern. Eine große Honigschleuder war dafür in einem Klassenzimmer der 2. Klassen aufgebaut worden. Frau Köglmeier erklärte den Kindern, dass der Honig erst „reif“ sein muss, bevor man ihn schleudern kann. Das stellt man mit Hilfe eines so genannten Refraktometers fest, in den man einige Tropfen Honig gibt. Das hatte der Imker bereits zu Hause überprüft und so war der nächste Schritt das „Entdeckeln“ der Honigwaben. Hierzu wird mit einem Werkzeug, der Entdeckelungsgabel, der Wachsdeckel, mit dem die Bienen reifen Honig in den Waben verschließen, um ihn zu lagern, entfernt. Alle Zweitklässler und Zweitklässlerinnen probierten diese anstrengende Arbeit selbst aus. Schließlich wurden die entdeckelten Waben in die Honigschleuder gesteckt. Fasziniert beobachteten die Kinder, wie der Honig aus einem Hahn am unteren Ende der Schleuder herauslief.
Sehr zur Freude aller wurden schließlich Honigbrote für alle geschmiert und mit großem Genuss verzehrt.
Zum Abschluss dieses interessanten und abwechslungsreichen Vormittages freuten sich alle Kinder über ein kleines Gläschen selbst geschleuderten Honig, das ihnen Bianca und Albert Köglmeier überreichten.

Die Schulleiterin Simone Forstner-Roith ließ es sich nicht nehmen, Albert Köglmeier persönlich zu begrüßen und hörte ihm interessiert zu, als er den Zweitklässlerinnen und Zweitklässern sehr anschaulich über Leben und Arbeit von Honigbienen berichtete.

Für sein großartiges Engagement danken die Kinder der 2. Klassen, die Lehrkräfte und die Schulleitung Herrn Köglmeier und seinen beiden Helfern sehr herzlich!

Ein besonderer Dank auch an den Elternbeirat der Grundschule, der für diesen Projekttag die Klassen 2a und 2b finanziell unterstützte.